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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Claire Gerard« (16. April 2014, 14:59)
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Demokrat im Senat für Freeland, Speaker of the State Assembly of Freeland
1. Ich spreche nicht von einem Machtvakuum. Außen- und Bündnispolitik zielt nach meinem Dafürhalten nicht auf das Abstecken des eigenen Tellerrands oder einen reinen geopolitischen Vorteil ab. Gerade eine Wertegemeinschaft, welche die ehemaligen G4 Staaten zweifelsohne darstellen, beruft sich auf sehr viel mehr, als bloße "Bündelung von Macht": Nämlich auf historische Verbindungen, gesellschaftlichen Austausch, kulturelle Gemeinsamkeiten und - das ist das wichtigste - einen stabilen Fundus gemeinsamer Grundüberzeugungen. Jeder von uns weiß, dass es nicht der Regelfall ist, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und breiter Wohlstand das Fundament für eine Gesellschaft bilden. Die Welt hat leider eine ganze Menge Beispiele zu bieten.
2. Sie versuchen der Regierung ein Scheitern nachgewiesen zu haben, weil Albernia - das möchte man meinen der wichtigste Freund der USA ist - im Transnordanik Council (noch) nicht teilnimmt. Allerdings war der albernische Premierminister zugegen bei den Verhandlungen, von einer Abkehr der U.S. Außenpolitik von Albernia oder umgekehrt kann keine Rede sein. Ein Blick ins Kingdom zeigt, dass es vielmehr der Inaktivität der albernischen Regierung geschuldet ist, dass sich bisher lediglich die DU und die USA zusammen organisiert haben. Albernia hat gerade ein neues Unterhaus gewählt, die kommenden Wochen werden dort zeigen, wie man sich dort außenpolitisch aufstellt.
Ich habe keinen Grund zu der Annahme, dass Albernia einem Bündnis wie dem TC prinzipiell abgeneigt ist.
3. Sie haben recht, die G4 sind gescheitert - die Luft war scheinbar raus. Historisch ein gutes Beispiel dafür, dass es Impulse und andauerndes Engagement braucht, um etwas am Leben zu erhalten und Sachen durchzusetzen, von den man überzeugt ist, dass sie gut sind. Ihre Begründung, Madam President, lässt wenig Zweifel daran, dass Sie grundsätzlich dazu geneigt sind, Probleme multilateral anzugehen. Es ist ihr gutes Recht, sogar ihre Aufgabe, hier im Parlament für diese Auffassung zu werben und den Vertragsentwurf deshalb grundsätzlich abzulehnen. Aber versuchen Sie dabei nicht, diese ideologische Begründung hinter Pauschalkritik an den Verhandlungspartnern zu verstecken. Ich kann ihnen das nicht abkaufen.
4. Man soll diesen schlechten Entwurf, nicht noch schlechter machen, indem wir einen konstruktiven Gegenvorschlag - Sie nennen das "halbgarer Kompromiss" - vorlegen? Es ist erstaunlich, dass alle demokratischen Abgeordneten nacheinander aufspringen und das Lied vom Bürokratiemonster anstimmen. Was wir hier gerade machen ist destruktiv, wir verspielen außenpolitische Glaubwürdigkeit und eine Chance, etwas noch nicht ganz so gelungenes, zu etwas gut funktionierendem zu machen. Der Kongress sollte klar sagen: Wir sind grundsätzlich dazu oder dazu bereit, wir stellen uns dieses vor und lehnen jenes ab. Dann kann im Fall der Fälle ja noch einmal nachverhandelt werden.
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